Vormundschaft

  1. Landkreis Nienburg/Weser
  2. FD361 Vertretung Minderjähriger

Vormundschaft

Inhalt

Kurzbeschreibung

Allgemeine Informationen
Eine Vormundschaft kann kraft Gesetzes eintreten oder durch das Amtsgericht eingerichtet werden.
Bei einer Vormundschaft handelt es sich nicht um eine öffentliche „Leistung“ im engeren Sinne.
Durch die Aufnahme der Vormundschaft in das Sozialgesetzbuch VIII als „andere Aufgabe“ werden die zuständigen Stellen verpflichtet, Personal für die Führung von Vormundschaften bereitzuhalten.

Die Führung einer Vormundschaft selbst kann einer bestimmten Person, einem Verein oder einem Jugendamt übertragen werden. Wem die Führung der Vormundschaft übertragen wird, entscheidet das Amtsgericht.

Das örtlich zuständige Jugendamt wird „automatisch“ Vormund, wenn eine minderjährige unverheiratete Mutter ein Kind bekommt. Diese Vormundschaft endet, sobald die Mutter volljährig wird. Die „automatische“ Vormundschaft gilt nicht, wenn der Vater des Kindes volljährig ist, die Vaterschaft vor der Geburt festgestellt ist und die Eltern eine Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge abgegeben haben.

Die eigentliche Führung einer Vormundschaft erfolgt im Rahmen des Privatrechts. Die Personen, die die Vormundschaft führen, erfüllen weitgehend die Aufgaben, die ohne diese Vormundschaft von den Eltern ausgeübt werden müssten Die eigentliche Betreuung des Kindes wird dabei in der Regel anderen Personen und/oder Stellen übergeben. Ein Vormund vertritt die Person, über welche die Vormundschaft geführt wird damit in allen Angelegenheiten (in denen diese nicht selbst entscheiden kann).

Beispiele:
◾Eröffnung eines Sparbuches
◾Erlaubnis zu einer Operation
◾Schulwechsel
◾Festlegung des Wohnorts

Wird eine Vormundschaft durch ein Jugendamt geführt, wird dies „Amtsvormundschaft“ genannt. Eine bei dem Jugendamt beschäftigte Person wird entsprechend beauftragt. Die mit der Vormundschaft verbundenen Aufgaben nimmt diese Person eigenverantwortlich wahr.

Für den Bereich der Vormundschaft bestehen weitergehende Bestimmungen, die aufgrund ihrer Komplexität hier nicht im Einzelnen dargestellt werden können.
An wen muss ich mich wenden?
Die Zuständigkeit liegt beim Amtsgericht, dem Landkreis, bei der kreisfreien Stadt und der kreisangehörigen Kommune.

Welche Unterlagen werden benötigt?
Es werden keine Unterlagen benötigt.

Welche Gebühren fallen an?
Es fallen keine Gebühren an.

Wird von Beteiligten eine anwaltliche Vertretung für erforderlich gehalten, müssen die Kosten dieser Vertretung selbstverständlich getragen werden. Ggf. besteht die Möglichkeit, Leistungen der Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen.

Welche Fristen muss ich beachten?
Es müssen keine Fristen beachtet werden.

Rechtsgrundlage
◾§§ 1773 bis 1895 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
◾§ 2 Abs. 3 Nr. 11 Sozialgesetzbuch VIII (SGB 8)
◾§§ 52a ff Sozialgesetzbuch VIII (SGB 8)

Zielsetzung

Weitere

Thema

sonstiges

Erziehung

Für welche Personen?

Schwangere und werdende Eltern

sonstige

Jugendliche

Erwachsene

Alter der Zielgruppe

0 .. 18 Jahre

Einzugsgebiet des Angebots

gesamter Landkreis

Einzel- oder Gruppenangebot?

Einzelangebot

Beratungsangebote

Terminvereinbarung

Ja

Wenn ja, wie?

Telefonisch

E-Mail

Fax

Kosten und Informationen

Kostenpflichtig

Nein

Ist eine Antragstellung für das Angebot erforderlich?

Ja

Kontakt

Ansprechpartner

Ulrike Dehmel

Adresse bzw. Veranstaltungsort

Kreishaus am Schloßplatz -, 31582 Nienburg/Weser

Ist der Zugang zum Angebot barrierefrei möglich?

Ja

Gibt es einen Fahrstuhl?

Ja

Mobil-/Telefonnummer

05021-967 345

E-Mail

Homepage

Anbieter

Karte

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